Der Mediennutzungsvertrag ist ein einfaches, anpassbares und wirksames Instrument, um die Nutzung digitaler Medien in der Familie zu regeln. Eltern und Kinder können damit gemeinsam klare, realistische und flexible Vereinbarungen treffen und gleichzeitig den Dialog sowie die Beziehung stärken.
Unsere Vorlage, die ‹Charta Bildschirme›, finden Sie unten zum Herunterladen: als Druckversion oder als interaktives PDF zum direkten Ausfüllen. Dieser einfache Mediennutzungsvertrag wurde von REPER entwickelt und unterstützt Eltern bei der Medienerziehung. Er hilft, im Familienalltag einen gesunden und ausgewogenen Rahmen für den Umgang mit Bildschirmen zu schaffen. Es ist empfehlenswert, einen Mediennutzungsvertrag zu erstellen, sobald Kinder regelmässig Bildschirme verwenden. Am sinnvollsten ist dies in der Regel zwischen 8 und 12 Jahren.
Der Vertrag legt klare Regeln und gegenseitige Erwartungen zwischen Eltern und Kindern fest – sei es beim Fernsehen, bei Smartphones, Tablets, Computern oder Spielkonsolen.
Wenn Sie einen ausführlicheren Vertrag abschliessen möchten, empfehlen wir Ihnen die Seite mediennutzungsvertrag.de.
- Gemeinsam ausfüllen: Kinder akzeptieren Regeln eher, wenn sie mitreden dürfen.
- Flexibel bleiben: Den Vertrag dem Alter, den Bedürfnissen oder besonderen Situationen (z. B. Ferien) anpassen.
- Vorbild sein: Eltern sollten die vereinbarten Regeln ebenfalls einhalten.
- Konsequenzen ebenfalls gemeinsam festlegen: Am besten zusammen mit dem Kind bestimmen, was bei Nichteinhaltung der Regeln passiert.
- Individueller Vertrag pro Kind: Besonders sinnvoll, wenn Alter oder Bedürfnisse unterschiedlich sind.
- Vertrag sichtbar platzieren: Zum Beispiel am Kühlschrank oder im Wohnzimmer.
Kinder halten sich eher an Regeln, die sie mitgestalten durften. Das gemeinsame Aushandeln ist darum genauso wichtig wie der Vertrag selbst.
- Weniger ist mehr: Drei bis fünf Regeln, die wirklich gelebt werden, sind besser als eine lange Liste.
- Regeln für alle: Auch die Eltern verpflichten sich zu etwas, das macht den Vertrag glaubwürdig.
- Konsequenzen als Bestandteil: Gemeinsam und vor dem ersten Konflikt festlegen, was bei Nichteinhaltung passiert. Verhältnismässig bleiben.
Ja, das ist empfehlenswert. Jedes Kind ist unterschiedlich – im Alter, in der Reife und in der Mediennutzung. Ein individueller Vertrag trägt diesen Unterschieden Rechnung.