BeReal

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Logo de BeReal

Ein soziales Netzwerk, das anders sein will als andere.

BeReal ist eine französische App, die 2020 lanciert wurde und sich bewusst von klassischen sozialen Medien abhebt. Statt perfekt inszenierter Bilder geht es um echte, ungefilterte Momentaufnahmen. Einmal am Tag, zu einem zufälligen Zeitpunkt, werden die Nutzer*innen aufgefordert, innerhalb von zwei Minuten ein Foto zu schiessen. Dabei lösen Front- und Rückkamera gleichzeitig aus, man sieht also sich selbst und das, was gerade vor einem liegt.

Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen war die App zeitweise sehr beliebt, als Gegenentwurf zu Plattformen wie Instagram oder TikTok, die stark auf Selbstdarstellung setzen. Wie beliebt einzelne Apps sind, ändert sich allerdings rasch.

Auch BeReal bleibt von wirtschaftlichen Zwängen nicht verschont. Seit der Übernahme durch das Unternehmen Voodoo im Jahr 2024 zeigt die App Werbung an, und auch Marken sowie bekannte Persönlichkeiten können Profile führen, was bei manchen Nutzenden auf Kritik stiess.

Tipps
  • Damit rechnen, dass alles, was man teilt, gespeichert und weitergegeben werden kann, auch bei BeReal.
  • Die Privatsphäre-Einstellungen prüfen und bewusst festlegen, wer die eigenen Beiträge sehen darf.
  • Unerwünschte Kontakte oder Nachrichten melden und blockieren.
  • Man muss nicht jeden Tag posten. Echt zu sein darf kein Zwang werden.
  • Benachrichtigungen reduzieren, damit die App nicht den Alltag bestimmt.
  • Jugendliche dabei begleiten, bewusst zu entscheiden, was sie teilen und warum.
Schon gewusst?

Der Name „BeReal“ bedeutet wörtlich übersetzt „Sei echt“ oder „authentisch“.

Likes
  • Der Fokus liegt auf Spontaneität und Echtheit, ohne Filter oder Inszenierung.
  • Alle posten im selben Zeitfenster, das schafft ein Gefühl von Gemeinschaft.
  • Weniger sichtbarer Vergleichsdruck als auf Instagram oder TikTok: keine öffentlichen Like-Zahlen, keine ausufernden Kommentarspalten.
  • Die Doppelkamera ermöglicht kreative und witzige Beiträge.
Schon gewusst?

BeReal hat kein klassisches Like-System. Stattdessen reagiert man mit sogenannten RealMojis, kleinen Selfies, die man als Reaktion auf einen Beitrag aufnimmt.

Zu beachten
  • Die Privatsphäre-Einstellungen prüfen und festlegen, wer die eigenen Beiträge sehen darf.
  • Den Standortzugriff ausschalten. BeReal kann anzeigen, wo ein Foto aufgenommen wurde, für den täglichen Gebrauch ist das nicht nötig.
  • Damit rechnen, dass auch ein nur für Freund*innen sichtbarer Beitrag per Screenshot gesichert und weitergegeben werden kann.
  • Man muss nicht jeden Tag posten und nicht sofort auf die Benachrichtigung reagieren. Echt zu sein darf kein Zwang werden.
  • Benachrichtigungen reduzieren, damit die App nicht den Alltag bestimmt.
  • Unerwünschte Kontakte melden und blockieren.
  • Als Eltern im Gespräch bleiben und Jugendliche dabei begleiten, bewusst zu entscheiden, was sie teilen und warum.
Schon gewusst?

Wie beliebt eine App ist, kann sich schnell ändern. BeReal war zeitweise ein grosser Hype und hat danach viele Nutzer*innen wieder verloren, ein Muster, das viele soziale Netzwerke durchlaufen.

FAQ
Ist BeReal sicherer als Instagram oder Snapchat?

BeReal funktioniert anders: keine Filter, keine sichtbaren Like-Zahlen, kein stark personalisierter Algorithmus. Das kann Probleme wie Schönheitsdruck oder ständigen Vergleich verringern. Risiken wie unkontrolliertes Teilen, Datenschutz oder der tägliche Druck, schnell zu posten, bleiben aber bestehen. BeReal kann eine gute Alternative sein, wichtig ist, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben und die Nutzung gemeinsam zu reflektieren.

Kann man BeReal ohne Standortfreigabe nutzen?

Ja. Die Standortfreigabe ist freiwillig. Es ist empfehlenswert, sie auszuschalten, um persönliche Daten zu schützen.

Kann man Beiträge von anderen sehen, ohne selbst etwas zu posten?

Nein. Wer nichts postet, sieht auch keine Beiträge der anderen. Das kann Druck erzeugen, mitzumachen.

Was tun, wenn ein unbekannter Kontakt schreibt oder kommentiert?

Über die Privatsphäre-Einstellungen lässt sich festlegen, wer interagieren darf. Unerwünschte Kontakte kann man melden und blockieren.