Strahlung

Strahlung
Ondes électromagnétiques

Smartphones, Tablets, Computer und WLAN-Router senden elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich aus. Diese Wellen sind unsichtbar und gehören zu unserem Alltag. Immer wieder wird die Frage gestellt, ob sie der Gesundheit schaden. 

 

Nach dem aktuellen Stand der Forschung und laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt es keine Nachweise, dass die übliche Nutzung von Geräten innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte gesundheitsschädlich ist.

Diese Einschätzung stützt sich auf eine breite Datenlage. Eine umfassende, von der WHO in Auftrag gegebene Übersichtsarbeit wertete 2024 mehrere Tausend Studien aus und fand keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und Hirntumoren. Trotz der massiven Zunahme drahtloser Geräte in den letzten Jahrzehnten sind Hirntumore nicht häufiger geworden.

Die in der Schweiz geltenden Grenzwerte sind so festgelegt, dass sie vor den wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen schützen. Gleichzeitig ist die Forschung nicht abgeschlossen, und einzelne Fragen bleiben offen. Aus diesem Grund empfehlen WHO und BAG das Vorsorgeprinzip: Wer möchte, kann die persönliche Belastung mit einfachen, kostenlosen Massnahmen tief halten. Diese Massnahmen sind eine freiwillige Vorsorge, keine Reaktion auf eine belegte Gefahr.

Vorsicht ist dagegen bei kommerziellen «Strahlenschutz-Produkten» wie Stickern, Textilien oder Spezialhüllen geboten. Ihr Nutzen ist wissenschaftlich nicht belegt. Manche Produkte können sogar das Gegenteil bewirken, weil das Gerät bei schlechterem Empfang mit höherer Leistung sendet.

Tipps

Wer die persönliche Belastung senken möchte, kann einfache Gewohnheiten nutzen:

  • Beim Telefonieren die Freisprechfunktion oder ein Headset verwenden, das schafft Abstand zwischen Gerät und Kopf.
  • Das Handy erst ans Ohr nehmen, wenn die Verbindung steht. Bei schlechtem Empfang sendet das Gerät stärker.
  • Das Smartphone nachts nicht direkt neben den Kopf legen.
  • Beim Kauf auf einen tiefen SAR-Wert achten (die Angabe, wie viel Energie der Körper aufnimmt). Eine Liste finden Sie hier.
Schon gewusst?

Radiofrequenzen sind bei der IARC seit 2011 als möglicherweise krebserregend eingestuft (Gruppe 2B). Das heisst: Ein Risiko lässt sich nicht ausschliessen, ist aber nicht belegt. Die umfangreiche WHO-Übersicht von 2024 fand keinen Zusammenhang mit Hirntumoren; eine Neubewertung der Einstufung ist angekündigt.

Zu beachten
  • Alle in der Schweiz und Europa verkauften Geräte müssen strenge Grenzwerte für die Strahlenemission einhalten (in der EU die RED-Richtlinie).
  • Je näher ein Gerät am Kopf gehalten wird, desto höher die lokale Belastung. Abstand ist deshalb die wirksamste und einfachste Vorsorgemassnahme.
  • Bei Kindern empfehlen WHO und BAG dieselbe einfache Vorsorge wie bei Erwachsenen. Ein eigenständig belegtes, höheres Risiko für Kinder ist nicht nachgewiesen. Für einen massvollen Umgang mit Bildschirmen sprechen ohnehin andere, besser belegte Gründe wie Schlaf, Bewegung und Nutzungsdauer.
  • Wer sich Sorgen macht, findet bei BAG und WHO verlässliche, laufend aktualisierte Informationen (siehe Links).
FAQ
Sind die Strahlen von Bildschirmen gefährlich?

Nach aktuellem Forschungsstand gibt es keinen Beleg für gesundheitsschädliche Auswirkungen bei üblicher Nutzung innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Die grosse WHO-Übersicht von 2024 fand insbesondere keinen Zusammenhang mit Hirntumoren. Da die Forschung weitergeht, empfehlen die Fachbehörden einfache Vorsorgemassnahmen für alle, die ihre Belastung tief halten möchten.

Was ist der SAR-Wert?

SAR steht für spezifische Absorptionsrate und gibt an, wie viel elektromagnetische Energie der Körper bei der Nutzung eines Geräts aufnimmt. Alle verkauften Geräte müssen den gesetzlichen Höchstwert einhalten. Wer beim Kauf auf einen tiefen SAR-Wert achtet, senkt die eigene Belastung zusätzlich. Eine Liste finden Sie hier.

Gelten für vernetzte Kindergeräte wie Smartwatches besondere Regeln?

Alle in Europa verkauften Geräte müssen die gesetzlichen Grenzwerte einhalten (RED-Richtlinie). Die Art der Nutzung kann die Belastung dennoch beeinflussen. Ein Gerät, das rund um die Uhr am Körper getragen wird, lässt sich zum Beispiel nachts ablegen oder in den Flugmodus schalten.